Automotive Lösungen für stabile Qualität, hohe Taktleistung und nachvollziehbare Prozesse

Automotive-Produktion bedeutet: Null-Fehler, Rückverfolgbarkeit, hohe Ausbringung und stabile Prozesse – bei gleichzeitig steigendem Variantenmix und kürzeren Produktzyklen. Auf dieser Seite finden Sie typische Anwendungsgebiete in der Automotive-Fertigung und sehen auf einen Blick, welche Lösungen und Produktgruppen von Kurtz Ersa dafür passen – auch wenn einzelne Produktgruppen in mehreren Use-Cases vorkommen.

ECU/ADAS/Infotainment: robuste Serienfertigung trotz hoher Packungsdichte

Steuergeräte und ADAS/Infotainment-Baugruppen vereinen hohe Bauteildichte, wechselnde Designs und strenge Automotive-Freigaben. Schon kleine Schwankungen im Temperaturprofil oder in der Linienperformance führen zu Ausschuss, Nacharbeit oder instabiler OEE – besonders im Serienanlauf und bei Produktwechseln.

Wir stabilisieren den Kernprozess „SMT-Löten“ über reproduzierbare Reflow-Prozesse, ausgelegt auf Dauerbetrieb und energieeffiziente Performance. Je nach Fertigungsstrategie kann das vom wirtschaftlichen Einstieg bis zur High-Volume-Benchmark reichen (z. B. HOTFLOW). In Projekten, in denen die Lötstellenqualität unmittelbar Feldzuverlässigkeit und Lebensdauer beeinflusst, ist die sichere Prozessführung der entscheidende Hebel, um „erstmal stabil produzieren“ schnell zu erreichen.

Reflowlötanlagen

Elektronikfertigung

Leistungselektronik & E‑Mobility: thermisch optimierte, elektrisch verlustarme Verbindungen

In Inverter-, OBC- oder Leistungsbaugruppen entscheidet die Qualität der Verbindung über Wirkungsgrad und Temperaturhaushalt. Kritische Punkte sind Voids, Übergangswiderstände, thermischer Stress für Baugruppe/Komponenten sowie die Notwendigkeit, Prozesse sauber zu dokumentieren (Traceability, Prozessfenster).

Wir bieten zwei zentrale Lösungswege, die sich je nach Design ergänzen:

  1. Reflow mit Vakuum zur Reduktion von Voids, wenn thermische Entwärmung und Lötstellenhomogenität kritische Erfolgsfaktoren sind (z. B. EXOS 10/26 als Inline-Reflow mit Vakuum).
  2. Pressfit/Einpresstechnik als Verbindungstechnologie ohne thermische Belastung – interessant bei hohen Strömen, hoher Vibrationsanforderung und dem Wunsch nach geringsten Übergangswiderständen (z. B. VERSAFIT-Familie).
    So entsteht ein roter Faden für E‑Mobility: „thermisch sauber löten“ und/oder „stromstark verbinden ohne Hitze“.

     

Reflowlötanlagen (inkl. Vakuum-Reflow)

Einpresstechnik (Pressfit)

Steckverbinder & THT-Komponenten: reproduzierbar löten bei Varianten und Mischbestückung

Steckverbinder, Leistungsteile oder mechanisch belastete Komponenten bleiben THT-lastig. Gleichzeitig steigen Varianten, Bauteilvielfalt und der Druck, präzise Wärme einzubringen – ohne benachbarte SMT-Bereiche zu beeinträchtigen. Klassisch kritisch: Prozessfenster, Benetzung, reproduzierbare Qualität über mehrere Produkte hinweg.

Selektivlöten ist hier der typische Automotive-Prozess, weil Wärme gezielt und kontrolliert eingebracht wird – ideal für Mischfertigung und wechselnde Baugruppen. Für High-Volume-Anwendungen, in denen viele THT-Lötstellen parallel wirtschaftlich verarbeitet werden müssen, bleibt Wellenlöten ein effizienter und robuster Ansatz. Die Auswahl hängt von Stückzahlen, Layout, Thermik und Variantenmix ab – wir unterstützen dabei, den passenden Prozesspfad aufzusetzen.

Selektivlötanlagen

Wellenlötanlagen

Fehler vermeiden & Qualität absichern: Inspektion, Nacharbeit und standardisierte Prozesse

Null-Fehler ist nicht nur ein Slogan: Fehler müssen früh entdeckt, sauber bewertet und nachvollziehbar behoben werden – ohne den Takt zu zerstören. Rework darf nicht personenabhängig sein, sondern muss standardisiert, auditfähig und reproduzierbar funktionieren.

Wir kombinieren optische Inspektion (zur schnellen, standardisierten Sichtprüfung/Analyse), Rework-Systeme (für kontrollierte Nacharbeit anspruchsvoller Baugruppen) und passende Lötwerkzeuge & Arbeitsplatzlösungen (für Entwicklung, Pilotfertigung und definierte manuelle Prozesse).

Optische Inspektionssysteme

Rework-Systeme

Lötwerkzeuge & Zubehör

Takt & Variantenmix skalieren: Montage- und Prüflinien automatisieren

Viele Automotive-Fertiger kommen an Grenzen, wenn manuelle Schritte (Handling, Fügen, Prüfen) den Takt bestimmen oder wenn Produktwechsel Stillstand erzeugen. Zusätzlich steigen Anforderungen an End-of-Line-Prüfung, Datenanbindung und reproduzierbare Montagequalität.

Mit Factory Automation werden Montage- und Testprozesse so ausgelegt, dass Takt, Qualitätsanforderungen und Skalierbarkeit zusammenpassen. Typische Use-Cases: Dosieren, Schrauben, Pick & Place, Laserprozesse sowie Prüfen und Linienintegration.
 

Factory Automation

Mikroprodukte/Sensorik: Präzisionsmontage industrialisieren

Bei Sensorik, optischen Baugruppen oder Mikroprodukten sind Toleranzen, Handling, Sauberkeit und Prozessfenster so kritisch, dass Standardmontage schnell an Grenzen stößt. Der Engpass ist oft nicht „die Idee“, sondern die Industrialisierung in stabile Serienprozesse.

Unter dem Dach der Kurtz Ersa Gruppe ergänzt Kurtz Ersa Smart Production genau diese Lücke – mit Automationsanlagen für Mikroprodukte und Präzisionsmontage. Für eure Branchenunterseite ist wichtig, diesen Bereich nicht als „Technologieblock“, sondern als Antwort auf den Use-Case zu platzieren: Wenn klassische Montage an Grenzen stößt, braucht es spezielle Handling-, Füge- und Prüfkonzepte für Mikroprodukte.

Micro & Nano Assembly

Leichtbau & Schutzbauteile effizient fertigen – EPP/EPS Formteile für Sicherheit, Komfort und Temperatur

Leichtbau ist ein zentraler KPI in Automotive – für Reichweite, CO₂-Bilanz und Bauraum. Gleichzeitig müssen Bauteile schützen, isolieren, dämpfen und sich prozesssicher in hoher Stückzahl fertigen lassen.

Mit Partikelschaumverarbeitung unterstützen wir die Herstellung von Formteilen aus EPS/EPP/EPE – inkl. Maschinen, Prozess-Know-how und Turnkey-Kompetenz.

Partikelschaumverarbeitung

Formteilautomaten

Vorschäumer

Kurtz Turnkey
 

Entwicklung beschleunigen – Prototypen, Tools und seriennahe Iterationen

Automotive-Projekte brauchen Geschwindigkeit: kürzere Entwicklungszyklen, schnelle Iterationen, seriennahe Tests. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Geometriefreiheit und Funktionsintegration.

Mit metallischer additiver Fertigung lassen sich Prototypen und seriennahe Bauteile schneller verfügbar machen. Kurtz Ersa bietet dafür Lösungen im Bereich Additive Manufacturing – z. B. der Flying Ray als Ansatz für Multihead-Drucken vom Prototyp bis zur Serienfertigung.

Additive Manufacturing

Flying Ray

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