Unter Elektromigration versteht man einen Transport leitender Materialen in Elektrolyten, verursacht durch elektrischen Strom. Ein Elektrolyt kann sich lokal durch Betauung in Kombination mit Flussmittelrückständen auf elektronischen Baugruppen bilden. Durch das zwischen zwei stromdurchflossenen Leitern oder Lötstellen unterschiedlichen Potentials entstehende elektromagnetische Feld werden Kräfte auf Ionen ausgeübt. Die an der Anode in Lösung gehenden Ionen wandern zur Kathode, scheiden sich dort ab und wachsen als elektrisch leitfähige Dendriten zurück in Richtung Anode. Dies kann zu Kurzschlüssen auf elektronischen Baugruppen führen, was einen Ausfall zur Folge haben kann.