Kurtz Ersa eröffnet Software-Zweigstelle in Würzburger Uninähe

Würzburg/Kreuzwertheim -Mit einem attraktiven Vortragsprogramm eröffnete Kurtz Ersa am 27. Oktober seine Software-Zweigstelle in unmittelbarer Nähe zur Würzburger Universität. Unter dem Motto „Industry meets Campus“ drehte sich im InnoHubs alles um Software, Künstliche Intelligenz und den Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft.

Gastgeber Kurtz Ersa-CEO Thomas Mühleck und Co-Gastgeber Dr. Sebastian Bauer, Chief Software Officer (CSO) des Konzerns, begrüßten zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Bankwesen – darunter IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders, Stadtrat Matthias Dürr sowie Vertreter der Wirtschaftsförderung. Für die Gesellschafter war Vincent Kurtz als Vertreter der siebten Generation vor Ort, ebenso viele Beschäftigte von Kurtz Ersa.

„Was wir brauchen, ist High-Tech in jedem Bereich, vor allem auch bei der Software“, betonte Thomas Mühleck in seiner Begrüßungsrede. Weil es im Raum Wertheim immer schwerer wird, passende Fachkräfte zu finden, setzt Kurtz Ersa auf die Nähe zu Universität und Hochschulen, die neue Zweigstelle bietet Platz für 20 Arbeitsplätze. Der noch stärkere Fokus auf Softwareentwicklung zeigt Wirkung auf das gesamte Geschäftsmodell von Kurtz Ersa – trotz schwieriger geopolitischer Rahmenbedingungen wächst der Umsatz des Maschinenbauers im Geschäftsjahr 2026 um 40 Prozent auf über 400 Mio. Euro. Thomas Mühleck führt dies auf ein herausragendes Zusammenspiel von Hard- und Software zurück – ergänzt durch ein kulturelles Mindset im Unternehmen, das weltweit stets die Spitzenposition anstrebt.

Software als Wettbewerbsvorteil

CSO Dr. Sebastian Bauer gab Einblicke in die Software-Entwicklung, wie sie bis vor kurzem noch weitverbreitet war. Früher kam Software im Maschinenbau erst spät dazu, wenn Mechanik und Mechatronik längst definiert waren. Heute wird sie von Anfang an mitgedacht. In der unternehmenseigenen Software steckt viel Prozess-Know-how, das im Wettbewerb den Unterschied machen kann. Mit zentralen Lösungen nach dem Baukasten-Prinzip sollen die Systeme des Konzerns künftig auf gemeinsame Bausteine zugreifen. Klare Schnittstellen machen die Entwicklung zudem unabhängiger von einzelnen Lieferanten. Weitere Schwerpunkte sind Datenanalyse, das Zusammenwachsen von Unternehmens-IT und Maschinensteuerung sowie Künstliche Intelligenz. „Mit unserem neuen Office stärken wir unsere Software-Expertise und bauen sie von Würzburg und Wiebelbach aus global aus“, erläutert Sebastian Bauer.

Impulse aus Industrie und Wissenschaft

Dr. Michael Fischer, Geschäftsführer der Ersa GmbH, verantwortet die Business Unit „Electronics Production Equipment“ und damit rund 80 Prozent des Konzerngeschäfts. Ersa ist praktisch überall dabei, wo gelötet wird – vom Smartphone über die Medizintechnik bis zur Luft- und Raumfahrt. Michael Fischer zeigte in seinem Vortrag, wie stark die Elektronikfertigung von KI, E-Mobilität, erneuerbaren Energien und Kommunikation getrieben wird. Leiterplatten werden immer komplexer, eine präzise Temperaturführung beim Löten immer wichtiger. Zugleich verlange die Geopolitik nach widerstandsfähigeren Lieferketten.

Prof. Dr. Axel Winkelmann, Lehrstuhlinhaber für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg, stellte zunächst das InnoHubs vor, das er als Initiator und Unternehmer ins Leben gerufen hatte: Auf 14.500 m² arbeiten hier über 20 Unternehmen, viele mit Start-up-Charakter, die Uni nur einen Katzensprung entfernt. Rund 27.000 Studierende an der Universität, weitere 10.000 an der THWS und über 80 Digitalprofessuren machen den Standort attraktiv. „Wir wollen hier innovative Firmen anziehen und die Region stärken“, sagte Axel Winkelmann. Wie sich industrielle Prozesse auf Datenbasis optimal steuern lassen, zeigte abschließend Sven Rausch, Geschäftsführer der Rausch Technology GmbH, an praktischen Beispielen. Am Nachmittag gab es Gelegenheit zum Networking und zum „Maschinen-Hands-on“ per Datenbrille. Ein wunderbarer Auftakt für die neue Kurtz Ersa-Dependance bei strahlendem Sonnenschein, der den Anfang zu vielen neuen Connections markiert!

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