Napino Auto & Electronics Ltd. zählt zu den führenden Herstellern von Automobilelektronik in Indien. Seit der Gründung 1997 hat sich das Unternehmen vom Spezialisten für klassische Komponenten zu einem breit aufgestellten Systemanbieter mit globaler Ausrichtung entwickelt. Begleitet wurde dieses Wachstum über Jahre hinweg von mehreren Lötanlagen von Ersa – zuletzt durch die Installation einer HOTFLOW Reflowlötmaschine im März 2025.

Napino Auto & Electronics Ltd. steht beispielhaft für den Aufstieg Indiens zu einem leistungsfähigen Hightech-Standort in der Automobilelektronik. Mit rund 4.000 Beschäftigten, mehreren Produktions- und Entwicklungsstandorten im ganzen Land und klar definierten Qualitäts- und Prozessstandards agiert das Unternehmen heute als End-to-End-Partner für nationale und internationale OEMs. Das Leistungsspektrum reicht von Design und Entwicklung über Fertigung, Prüfung und Validierung bis hin zur weltweiten Auslieferung. Das Produktportfolio ist entsprechend breit: Regler und Gleichrichter, Kondensatorentladungszünder, ECUs, Kabelbäume, Kombiinstrumente, Startsysteme, LED-Module, Karosseriesteuerungen sowie Komponenten für E-Mobilität, IoT und EV-Anwendungen. Diese Diversifizierung ist Ausdruck einer konsequenten Strategie, technologische Trends frühzeitig zu adressieren und sich entlang globaler Mobilitätsanforderungen weiterzuentwickeln. Napino betreibt unter anderem Werke in Manesar, Bhiwadi, Haridwar, Halol und Pune. Insgesamt betreibt das Unternehmen über 13 SMT-Linien, die ergänzt werden durch moderne AOI- und Röntgensysteme, Mikroanalyselabore sowie umfangreiche Belastungs- und Lebensdauertests im Einsatz.

Maximale Prozessstabilität, reproduzierbare Qualität

Gerade im Automobilbereich sind die Anforderungen an die Elektronikfertigung hoch: maximale Prozessstabilität, geringe Fehlerquoten, reproduzierbare Qualität und vollständige Rückverfolgbarkeit. Hinzu kommen Trends wie Miniaturisierung, Fine-Pitch-Bauteile und steigende Automatisierungsgrade. Für Napino bedeutet dies unter anderem den Einsatz stickstoffkompatibler Lötprozesse, ein robustes Flussmittelmanagement sowie Anlagen, die sich nahtlos in automatisierte Fertigungs- und Traceability-Konzepte integrieren lassen. Der Beginn der Zusammenarbeit mit Ersa reicht zurück bis ins Jahr 2017. Bei einem Besuch in Deutschland fiel – in informeller Atmosphäre, aber mit klarer technischer Stoßrichtung – die Entscheidung für erste Selektivlötsysteme. Was als pragmatischer Einstieg begann, entwickelte sich rasch zu einer belastbaren Partnerschaft. Heute hat Napino fünf selektive Ersa Lötanlagen im Einsatz – zwei ECOSELECT 2 (2017 und 2018), eine VERSAFLOW 3/45 (2018), eine Ersa Volltunnel-Wellenlötanlage mit N2-Technologie (POWERFLOW PRO, 2024) sowie in 2025 zwei HOTFLOW Reflowlötmaschinen. „Durch den Einsatz der N₂-Wellenlötanlage POWERFLOW PRO konnte die Lötqualität im Wellenlötprozess deutlich gesteigert werden. Insbesondere im Automobilbereich wird die Ersa N₂-Wellentechnologie aufgrund ihrer hohen Prozessstabilität, reduzierter Fehlerraten und konstant hoher Lötstellenqualität bevorzugt eingesetzt“, erläutert der zuständige Ersa Area Sales Manager Christian Ott.

Aus Sicht der Fertigung zeigen sich die Effekte deutlich: hohe Produktivität, stabile Prozesse und eine gleichbleibend hohe Lötqualität. Störungen sind selten, der Servicebedarf gering. Intern wird das mit einem augenzwinkernden, aber klaren Fazit beschrieben: Mit den Ersa Anlagen „schläft man gut in der Nacht“, wie es Md Imtiaz, Head of Plant am Standort Manesar, in Worte fasst. Unterstützt wird dies durch die enge Zusammenarbeit mit dem Servicepartner Kurtz Ersa India, der durch schnelle Reaktionszeiten, gute Ersatzteilverfügbarkeit und eine zuverlässige Betreuung aller Standorte überzeugt. Mit Blick nach vorn plant Napino den weiteren Ausbau der Kapazitäten, zusätzliche stickstofffähige Lötanlagen, höhere Automatisierungsgrade sowie die stärkere Integration von Industrie-4.0-Konzepten wie MES und durchgängiger Rückverfolgbarkeit. Ziel ist es, auch künftig komplexe, feinere und stärker miniaturisierte Baugruppen für Automotive-, EV- und IoT-Anwendungen sicher und wirtschaftlich fertigen zu können – und damit Elektronik weiterhin als zentralen Erfolgstreiber des Unternehmens zu nutzen. Noch einmal Md Imtiaz: „Die Entscheidung für Ersa konnten wir mit jeder weiteren Maschine bestätigen – wir setzen auch künftig auf diese Partnerschaft für das weiter geplante Wachstum!“

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