Auf der productronica 2015 stellte Ersa das HR 550 Hybrid Rework System erstmals dem europäischen Fachpublikum vor. Der Münchner EMS-Dienstleister High Q Electronic Service GmbH war einer der ersten Pilotkunden, die das neue Rework-System in der realen Produktionslandschaft testen konnten. Nach einer Pilotphase von fast einem dreiviertel Jahr ziehen die beiden Partner nun eine positive Bilanz.
Bei dem HR 550 handelt es sich um ein Rework-System für anspruchsvolle Aufgaben. Jörg Nolte, Produktmanager von Ersa, umschrieb die Entwicklungsvorgaben für den HR 550 wie folgt: „Viele Kunden haben eine hohe Variantenvielfalt bei der Reparatur von Baugruppen und Bauelementen, gepaart mit wechselnden Benutzern, die immer zu einem guten Reparaturergebnis kommen sollen. Aus diesem Grund haben wir ein System entwickelt, das wie kein anderes den Benutzer durch die unterschiedlichen Arbeitsschritte führt.“
Das HR 550 verfügt über ein 1500-W-Hybrid-Heizelement, mit dem SMT-Bauteile bis zu einer Größe von 70 x 70 mm aus- und eingelötet werden können. Die 2400 W starke Infrarot- Unterseitenheizung in drei getrennt einstellbaren Zonen sorgt für eine homogene Erwärmung der gesamten Baugruppe, die sich schonend auf die Gesamtleiterplatte auswirkt. Die wahlweise berührungslose oder kontaktierende Temperaturerfassung am Bauteil sowie eine optimierte Prozessführung ermöglichen einen optimalen Aus- und Einlötprozess.
Den Benutzer führen
Die Bedienoberfläche ist klar strukturiert und führt den Benut-zer mit Textnachrichten und Piktogrammen durch den Rework-Prozess. Des Weiteren ist das System mit dem Computer Aided Placement (CAP) ausgerüstet, welches den Arbeitsprozess durch eine 5-MPixel-Kamera, kontrastreiche Falschfarben-Darstellung und umschaltbare Optik optimal unterstützt. Die Bauteilentnahme und Bauteilplatzierung erfolgt mittels einer hochgenauen Vakuumpipette, die im Heizkopf integriert ist. Je ein Schrittmotor steuert den austauschbaren Heizkopf sowie die Vakuumpipette. Ein integrierter Kraftsensor erkennt den Kontakt zu Bauteil und Platine.
Fachgerechte Handhabung von Nacharbeiten
Im Herbst 2016 erhielt High Q Electronic Service als Pilotkunde das Rework-System. „Regelmäßig erhalten wir fremdbestückte Leiterplatten, aus denen wir fehlerhafte oder falsche Bauteile gegen die richtigen, funktionsfähigen Bauteile austauschen sollen. Dies ist Teil unseres Tagesgeschäfts“, erklärt Anton Hacklinger, geschäftsführender Gesellschafter des Münchner EMS-Anbieters. Hohe Expertise und moderne Ausstattung sind dabei absolute Notwendigkeiten für eine fachgerechte Handhabung von Nacharbeiten. Das Aus- und Einlöten von BGAs und QFPs ist dabei nicht die einzige Spezialität von High Q. Gerade wenn es um Spezialaufgaben wie Package-on-Package oder die Verdrahtung unter BGAs geht, sind Fingerspitzengefühl, Erfahrung und die richtige technische Ausrüstung entscheidend.
Seit mehr als 10 Jahren führt das Unternehmen vom Münchner Ostbahnhof aus Nacharbeiten durch. „Unsere Hauptaufgabe ist nicht nur das standardisierte Herauslöten und wieder Einlöten von Bauteilen. Oftmals retten wir mit unserer Arbeit die gesamte Leiterplatte, wodurch unsere Kunden ihre Liefertermine einhalten können und unnötige Kosten vermeiden“, führt Hacklinger aus. „Aus diesem Grund kam uns das Rework-System ganz recht, denn wir müssen in diesem Bereich auf dem neusten Stand der Technik arbeiten. Dabei überzeugten die intuitive Bedienung der Anlage sowie das programmgesteuerte Handling. Aufgrund der täglichen Auslastungen übernehmen bei uns unterschiedliche Mitarbeiter die Nacharbeiten. Alle unsere Mitarbeiter sind Experten auf diesem Gebiet, doch das HR 550 ermöglicht nun vergleichbare Endergebnisse auf hohem Niveau. Durch die standardisierten und automatisierten Abläufe ist eine schnelle Auftragsbearbeitung möglich, verbunden mit einer hohen Prozesssicherheit“, resümiert Hacklinger. Das Produktionsteam setzt das Rework-System zum Austausch von BGAs und LGAs ein, bestückt Finepitch-Bauteile oder platziert nach dem SMD-Prozess Spezialstecker.
Nur kurze Schulung notwendig
Dabei sind die Experten von High Q in der Pilotphase auf kleine Verbesserungsmöglichkeiten gestoßen, die mittlerweile in das Hybrid-Rework-System eingeflossen sind. „Gerade für Kunden wie uns, die bisher schon mit Anlagen von Ersa gearbeitet haben, ist die Umstellung sehr einfach. Das HR 550 wurde von unseren Mitarbeitern sofort gut angenommen und war nach einer kurzen Schulung voll einsatzfähig, mit den ersten zählbaren Ergebnissen“, blickt Hacklinger zurück.
Ersa Hybrid Rework-System HR 550
Geführtes Rework mit Hochleistungs-Optiksystem und flexibler Heiztechnik. Dank geführter Prozesse gelingt mit dem HR 550 sicheres Rework auf Basis einer ebenso einfachen wie komfortablen Bedienung. Erfahren Sie jetzt mehr auf der Produktseite!

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Auf der productronica 2015 stellte Ersa das HR 550 Hybrid Rework System erstmals dem europäischen Fachpublikum vor. Der Münchner EMS-Dienstleister High Q Electronic Service GmbH war einer der ersten Pilotkunden, die das neue Rework-System in der realen Produktionslandschaft testen konnten. Nach einer Pilotphase von fast einem dreiviertel Jahr ziehen die beiden Partner nun eine positive Bilanz.
Bei dem HR 550 handelt es sich um ein Rework-System für anspruchsvolle Aufgaben. Jörg Nolte, Produktmanager von Ersa, umschrieb die Entwicklungsvorgaben für den HR 550 wie folgt: „Viele Kunden haben eine hohe Variantenvielfalt bei der Reparatur von Baugruppen und Bauelementen, gepaart mit wechselnden Benutzern, die immer zu einem guten Reparaturergebnis kommen sollen. Aus diesem Grund haben wir ein System entwickelt, das wie kein anderes den Benutzer durch die unterschiedlichen Arbeitsschritte führt.“
Das HR 550 verfügt über ein 1500-W-Hybrid-Heizelement, mit dem SMT-Bauteile bis zu einer Größe von 70 x 70 mm aus- und eingelötet werden können. Die 2400 W starke Infrarot- Unterseitenheizung in drei getrennt einstellbaren Zonen sorgt für eine homogene Erwärmung der gesamten Baugruppe, die sich schonend auf die Gesamtleiterplatte auswirkt. Die wahlweise berührungslose oder kontaktierende Temperaturerfassung am Bauteil sowie eine optimierte Prozessführung ermöglichen einen optimalen Aus- und Einlötprozess.
Den Benutzer führen
Die Bedienoberfläche ist klar strukturiert und führt den Benut-zer mit Textnachrichten und Piktogrammen durch den Rework-Prozess. Des Weiteren ist das System mit dem Computer Aided Placement (CAP) ausgerüstet, welches den Arbeitsprozess durch eine 5-MPixel-Kamera, kontrastreiche Falschfarben-Darstellung und umschaltbare Optik optimal unterstützt. Die Bauteilentnahme und Bauteilplatzierung erfolgt mittels einer hochgenauen Vakuumpipette, die im Heizkopf integriert ist. Je ein Schrittmotor steuert den austauschbaren Heizkopf sowie die Vakuumpipette. Ein integrierter Kraftsensor erkennt den Kontakt zu Bauteil und Platine.
Fachgerechte Handhabung von Nacharbeiten
Im Herbst 2016 erhielt High Q Electronic Service als Pilotkunde das Rework-System. „Regelmäßig erhalten wir fremdbestückte Leiterplatten, aus denen wir fehlerhafte oder falsche Bauteile gegen die richtigen, funktionsfähigen Bauteile austauschen sollen. Dies ist Teil unseres Tagesgeschäfts“, erklärt Anton Hacklinger, geschäftsführender Gesellschafter des Münchner EMS-Anbieters. Hohe Expertise und moderne Ausstattung sind dabei absolute Notwendigkeiten für eine fachgerechte Handhabung von Nacharbeiten. Das Aus- und Einlöten von BGAs und QFPs ist dabei nicht die einzige Spezialität von High Q. Gerade wenn es um Spezialaufgaben wie Package-on-Package oder die Verdrahtung unter BGAs geht, sind Fingerspitzengefühl, Erfahrung und die richtige technische Ausrüstung entscheidend.
Seit mehr als 10 Jahren führt das Unternehmen vom Münchner Ostbahnhof aus Nacharbeiten durch. „Unsere Hauptaufgabe ist nicht nur das standardisierte Herauslöten und wieder Einlöten von Bauteilen. Oftmals retten wir mit unserer Arbeit die gesamte Leiterplatte, wodurch unsere Kunden ihre Liefertermine einhalten können und unnötige Kosten vermeiden“, führt Hacklinger aus. „Aus diesem Grund kam uns das Rework-System ganz recht, denn wir müssen in diesem Bereich auf dem neusten Stand der Technik arbeiten. Dabei überzeugten die intuitive Bedienung der Anlage sowie das programmgesteuerte Handling. Aufgrund der täglichen Auslastungen übernehmen bei uns unterschiedliche Mitarbeiter die Nacharbeiten. Alle unsere Mitarbeiter sind Experten auf diesem Gebiet, doch das HR 550 ermöglicht nun vergleichbare Endergebnisse auf hohem Niveau. Durch die standardisierten und automatisierten Abläufe ist eine schnelle Auftragsbearbeitung möglich, verbunden mit einer hohen Prozesssicherheit“, resümiert Hacklinger. Das Produktionsteam setzt das Rework-System zum Austausch von BGAs und LGAs ein, bestückt Finepitch-Bauteile oder platziert nach dem SMD-Prozess Spezialstecker.
Nur kurze Schulung notwendig
Dabei sind die Experten von High Q in der Pilotphase auf kleine Verbesserungsmöglichkeiten gestoßen, die mittlerweile in das Hybrid-Rework-System eingeflossen sind. „Gerade für Kunden wie uns, die bisher schon mit Anlagen von Ersa gearbeitet haben, ist die Umstellung sehr einfach. Das HR 550 wurde von unseren Mitarbeitern sofort gut angenommen und war nach einer kurzen Schulung voll einsatzfähig, mit den ersten zählbaren Ergebnissen“, blickt Hacklinger zurück.
Ersa Hybrid Rework-System HR 550
Geführtes Rework mit Hochleistungs-Optiksystem und flexibler Heiztechnik. Dank geführter Prozesse gelingt mit dem HR 550 sicheres Rework auf Basis einer ebenso einfachen wie komfortablen Bedienung. Erfahren Sie jetzt mehr auf der Produktseite!



