Unser Ziel: Statt jedes Mal aus der Situation heraus zu arbeiten, startet künftig eine klare Sequenz – Schritt für Schritt, reproduzierbar und mit gleichbleibender Qualität. Hinter dem Ansatz steht unser Bereich Protective Solutions, der aus Erfahrung Standards macht. Oder, wie es ein Anwender auf den Punkt bringt: „Früher war jeder Wechsel anders. Heute starten wir die Sequenz, folgen den Schritten – und die Qualität bleibt konstant.“
Der Druck auf die Produktion steigt – und damit auch die Komplexität. Werden Aufträge im Stundentakt neu priorisiert, gerät nicht nur der Takt ins Wanken, sondern vor allem die Stabilität der Abläufe. Ungeplante Rüstzeiten reißen Lücken in den Plan, Stillstände kosten Output und Nerven. Statt diese Dynamik hinzunehmen, entwickeln wir gemeinsam praxistaugliche Antworten: standardisierte, geführte Prozesse, die Rüstvorgänge planbar machen, Transparenz schaffen und die Produktivität spürbar absichern. So wird aus permanenter Unsicherheit ein geordneter Ablauf – mit Prozessen, die auch unter Zeitdruck funktionieren.
Um diese Zuverlässigkeit im Alltag zu sichern, führen wir den Werkzeugwechsel als klar geführte Sequenz aus – nachvollziehbar, sicher und ohne Umwege. Zunächst wird das vollständig vorbereitete Werkzeug auf dem Werkzeugwechselwagen bereitgestellt. Nach Öffnen der Maschine kann es wahlweise von der Bedienseite oder von vorn eingeschoben werden. Der Wagen wird anschließend an der vorgesehenen Position ausgerichtet und mit dem Sicherungsstift fixiert, sodass seine zentrierte Stellung gewährleistet ist.
Anschließend übernimmt der Kran: Der Haken greift das Werkzeug automatisch und hebt es entlang der Führung bis in die Dampfkammer. Dort wird es auf der Seite des festen Pressenrahmens MI mittels pneumatischer Verriegelungen arretiert und sicher fixiert. Der Wechselwagen kann nun entfernt werden, der Kranhaken öffnet und gibt das Werkzeug frei.
Im nächsten Schritt schließt die Maschine, und das Werkzeug wird zusätzlich auf der Seite des beweglichen Pressenrahmens MII verriegelt. Anschließend öffnet sich die Verriegelung der Aufnahmerahmen. Zum Abschluss werden die Klemmpratzen der Füllplatte angezogen, die Medienverbindungen hergestellt – insbesondere die Anschlüsse für Füller und Luftverteiler – und der Werkzeugwechsel ist abgeschlossen.
Zum Schluss lässt sich festhalten: Der semi-automatische Werkzeugwechsel spielt seine Stärken überall dort aus, wo Takt, Sicherheit und Verlässlichkeit zählen. Besonders geeignet ist er für Produzenten mit häufigen Werkzeugwechseln und klarem Fokus auf OEE, für Werke mit begrenzter Verfügbarkeit von Fachkräften sowie für Unternehmen mit strengen EHS-Vorgaben und Auditanforderungen. Serienfertiger, die Planbarkeit und Wiederholgenauigkeit priorisieren, schaffen damit die Basis für stabile Qualität – Schicht für Schicht.
→ Verfügbar für: PRO und POLY FOAMER der Größen M und L mit Fast/Blocked System









